Asthma I

     
Asthma I - Ausdruck der verstimmten Lebenskraft
     

(Ausschnitt der Anamnese): Im Februar 2012 kam eine Mutter mit ihrer 4-jährigen Tochter und bat um Unterstützung bei der Behandlung des Asthmas ihrer Tochter.

Spontanbericht:
Die Tochter habe schon seit dem 1. Lebensjahr starken Husten mit anschließendem Würgen. Der Husten ist trocken und meist in der Nacht. In den ersten Jahren bekam sie immer wieder Antibiotika. Später verschrieb ihr der Kinder-Lungenfacharzt die regelmäßige Einnahme von Singulair - ein.

Im Winter und bei feuchtem Wetter ist die Asthma-Symptomatik deutlich schlechter. Körperliche Anstrengungen wie Turnen und Laufen machen ihr Probleme. Sie muss öfter eine Pause machen. Dann bekommt sie warmen Schweiß im Gesicht und den Händen.

Weiter leidet die Patientin an Verstopfung. Die Stuhlbeschaffenheit wechselt von Hasenköttelchen bis trockener Wurstform.

Hüftfehlstellung mit asymmetrischer Beinbewegung und Schmerzen. Sie möchte lieber liegen, statt sich zu bewegen.

Die Patientin knirscht nachts mit den Zähnen.

Schmerzhafte Mittelohrentzündung bereits im 1. Lebensjahr. Wärme besserte den Schmerz. Erguss der Paukenhöhle. Schlimmer im Winter.

Polypen im Nasenbereich.

Repertorisation
Die Auswertung der Anamnese ergab das Arzneimittel Sulphur* als heilende Substanz.

Ergebnis
Vier Wochen nach der ersten Einnahme von Sulphur M* ist der Stuhlgang regelmäßiger geworden. Der Stuhl ist nicht mehr so trocken.

Das Asthma und der Husten sind nur noch nachts ein wenig. Tagsüber ist es wirklich gut. Im Gesamten: eine deutliche Besserung von mehr als 50%, gerade bei Regentagen.

Das Singulair wurde zum Zeitpunkt der Erst-Anamnese abgesetzt und musste auch nicht mehr verwendet werden.

Ihr Schlaf ist wesentlich ruhiger geworden und produziert weniger Schweiß. Sie ist nicht mehr so aktiv im Bett. Sie bleibt zugedeckt.

Im weiteren Verlauf entwickelte die Patientin eine akute Infektion der oberen Atemwege, die mit einer Gabe Belladonna D6 schnell ausheilte.

Im Juni 2012 wurde Sulphur wiederholt, da sich einige Symptome wieder etwas verschlechterten.

Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Jahren Wiederholungsgaben notwenig werden. Die tief verstimmte Lebenskraft braucht Zeit, um die inneren Lebensvorgänge wieder zu ordnen.

 

Repertorium Universale.

Folgende Arzneimittel (Kürzel) können ein solches Symptom hervorbringen und heilen: **

Acon ambr ambro aml-n Ant-t Apis Aral Arg-n ARS Ars-i arum-t Atro bac Bad bell benz-ac berb bov Bry calc CAMPH caps Carb-v carc CAUST Cham chin chin-ar chlol Colch cupr Dig dros Dulc euph-pi Euphr excr-can Ferr gall-ac Hydr-ac IOD Ip just KALI-C kali-i kali-m kali-n kali-p kali-s-chr kreos lac-d Lach laur linu-u Lob lyc m-art mag-p med meph morph MOSCH Naja napht nat-c nat-m Nat-s nit-ac nux-m Nux-v OP phle Phos plat plut-n psor PULS queb Rumx Sabad Samb Sang scorp seneg sep sil sin-n solid spong squil stict Stram sul-i sulph tab tela Verat verat-v zing

     

* Das hier genannte Arzneimittel ist nur in diesem Krankheitsfall heilsam und sollte ohne vorhergehende fachliche Anamnese und homöopathische Repertorisation nicht eingenommen werden. Falsch verordnete Arzneimittel können den Krankheitszustand verschlechtern. Wenden Sie sich bitte an einen ausgebildeten Heilpraktiker oder Facharzt für Homöopathie – siehe Berufsverband: www.vkhd.de .

** ars = einwertig, Ars = zweiwertig, ARS = dreiwertig: Je höher die Wertigkeit einer Arznei, desto stärker ist die Heilkraft bei dem entsprechenden Symptom.